Arm im Alter – was du dagegen tun kannst

February 1, 2020

Arm im Alter – was du dagegen tun kannst

Wer will schon an die Rente denken, es gibt doch gerade so viel anderes tun: Job, Freunde, Familie, Urlaub... Und falls wir doch mal dann und wann einen Blick in unsere Zukunft wagen, stellen wir uns diese gerne so vor:

Sportlich und geistig jung geblieben, sozial aktiv und immer unterwegs – der Ruhestand verspricht cool zu werden. Alles bleibt so wie jetzt, nur mit grauen Haaren und ein paar mehr Falten vielleicht. Dieses Bild ist so richtig wie falsch. Denn natürlich kann es sein, dass die Zukunft genauso (oder wenigstens so ähnlich) aussieht. Oft sieht es jedoch etwas anders aus, weil das Leben halt so ist, wie es ist, nämlich unvorhersehbar. Wer klug ist, versucht nicht nur gesund zu leben, um später möglichst in Form zu sein, sondern denkt auch an die Rente. Es ist absolut wichtig und richtig, sich schon früh ein paar Gedanken um seine finanzielle Absicherung im Alter zu machen – wie die Geschichte von Elisabeth zeigt.

Ein Leben lang gearbeitet – und trotzdem nicht genug Rente

Elisabeth lebt in der Nähe von Frankfurt und hat noch bis über ihren 80. Geburtstag hinaus mit einer kleinen Hundepension ihre Rente aufgebessert – aus Freude an ihrer Arbeit, denn, so Elisabeth, „ich bin ein echter Tiermensch und die Arbeit mit den Hunden gibt mir Kraft“. Das ist allerdings nicht der einzige Grund, warum Betti, wie ihre Freunde sie liebevoll nennen, solange gearbeitet hat: Ihre Rente hat schlichtweg nicht ausgereicht. Warum das so ist? Dazu muss man sich die Lebensgeschichte von Elisabeth etwas genauer ansehen:

In Mittelhessen geboren heiratet Elisabeth für die damalige Zeit üblich bereits mit 21 Jahren. Sie lernt Sekretärin und fängt bei einer großen Computerfirma in Frankfurt an. Obwohl sich die lebensfrohe junge Frau nichts sehnlicher als ein Kind wünscht, bleibt ihre Ehe kinderlos. „Vielleicht hab ich deshalb so gerne immer Hunde um mich herum gehabt,” erinnert sich die 83-jährige. Der Job als Sekretärin macht ihr nicht wirklich Spaß, weshalb sie bereits nach drei Jahren den Job wechselt. Als Flugbegleiterin bei einer großen Fluggesellschaft ist sie viel unterwegs, das gefällt ihr. Dennoch gibt sie auch diese Stelle schon vier Jahre später wierder auf, da das viele Reisen ihr kaum Zeit für ihre Hunde lässt. Schließlich macht sich die junge Frau selbständig und eröffnet einen Laden für Strickwaren, ihr, wie sie sagt, „geliebtes  Wolllädchen“. Das Geschäft erzielt nur wenig Umsatz, Stricken kommt mehr und mehr aus der Mode. Auch in der Ehe kriselt es. Schließlich zieht Elisabeth aus dem Haus aus, das ihrem Mann gehört und reicht die Scheidung ein. Als Selbständige hat Elisabeth nicht in die Rentenkasse eingezahlt und muss nun, nach der Trennung von ihrem Mann erkennen:

Eine zum Leben ausreichende Rente wird sie nicht bekommen, denn in die staatliche Altersvorsorge hat sie nur sieben Jahre eingezahlt.

Elisabeth, die die Oper und klassische Musik liebt, hat ihr ganzes Leben lang gearbeitet und sich nie beschwert. Sie hat immer neue Wege gefunden, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen – und doch hat sie die Altersarmut krass getroffen. Hätte Elisabeth nicht bis vor Kurzem noch ihre Hundepension betrieben, sie hätte die Miete für das Häuschen, in dem sie lebt, nicht mehr bezahlen können.

Altersarmut? Betrifft mich nicht – oder doch?

„Kann mir nicht passieren,“ denkst du vielleicht? Das hat Elisabeth in jüngeren Jahren sicherlich auch gedacht. Obwohl ihr Leben bestimmt ganz anders als deins ist, eine Gemeinsamkeit gibt es doch: Weder Elisabeth noch du haben eine Glaskugel, die verrät, was morgen passiert. Die Hessin hat das große Glück, dass sie mit über 80 Jahren noch körperlich und geistig in der Lage war weiterzuarbeiten und zudem eine Tätigkeit gefunden hat, die ihr Spaß macht. So konnte sie ihre mickrige Rente aufstocken und sich darüber hinaus ihre privaten Vergnügungen – wie ein Opern- oder Konzertbesuch alle paar Monate – leisten. Dass Körper und Geist jenseits der 65 noch mitspielen und dass man dazu einen Job findet, auf den man Lust hat, kann einem keiner garantieren. Außerdem wollen die Allermeisten – wie wahrscheinlich auch du – den Ruhestand genießen ohne sich ständig einen Kopf um die Kohle zu machen.

Denn es kann natürlich auch ganz anders aussehen – so wie bei Peter und Inge aus Berlin. Die Rentner leben in einer kleinen Zweizimmerwohnung am Stadtrand und kommen kaum über die Runden. Der 69-jährige kann sich seit seinem Schlaganfall, den er mit 50 Jahren erlitten hat, kaum noch bewegen und nur noch wenig sprechen. An eine Altersvorsorge hat der ehemals selbständige Handwerker früher nie gedacht. Seine Frau Inge war zeitlebens Hausfrau und hat somit ebenfalls nie in die Rentenkasse eingezahlt. Zwar bekommen die beiden eine kleine Invalidenrente – das war es aber auch schon. Inge kümmert sich liebevoll um ihren Mann, doch manchmal wachsen ihr die Sorgen über den Kopf und sie weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll. Denn auch sie wird älter und hat Angst, dass sie es bald nicht mehr schafft für sich und Peter sorgen. Wie aber soll sie eine Haushaltshilfe bezahlen, wenn sie schon jetzt kaum Miete und Lebensmittel bezahlen kann?

Ich bin doch noch jung... Genau! Zeit mit der Altersvorsorge anzufangen!

Vantik hat sich ganz klar zum Ziel gemacht, Altersarmut zu bekämpfen und jüngere Leute auf die Wichtigkeit des Problems hinzuweisen – auch wenn es sicherlich coolere Themen gibt. Aber wir wollen ja nicht einfach nur cool sein, sondern etwas bewegen und bewirken, dass Altersarmut künftig ab- anstatt zunimmt. Deshalb wollen wir dich motivieren, mit deiner Investition in die Zukunft heute anzufangen. Und falls du noch einen kleinen Motivationsschub brauchst, um mit deiner Altersvorsorge loszulegen, empfehlen wir unseren Blogartikel 6 überraschend positive Gründe jetzt über deine Rente nachzudenken ;-)

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Til Klein
#UnfuckAltersvorsorge ist das Motto von Ex-Banker und Vantik Gründer Til. Wenn er nicht gerade neue Pläne schmiedet oder mit Investoren spricht, spielt er mit seinem Hund Speedy in den Schweizer Bergen.

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