“Sparen” macht arm

January 2, 2020

Wir haben an dieser Stelle schon oft darüber gesprochen und immer wieder betont, wie wichtig Sparen ist, wenn du deine finanzielle Zukunft sichern willst. Aber Sparen ist nicht gleich Sparen, denn das klassische Sparkonto ist den Euro nicht mehr wert und kann dich sogar (langfristig betrachtet) arm machen. Ultraniedrige Zinssätze und Negativzinsen lassen den Wert deiner Ersparnisse nämlich sukzessive schrumpfen. Wenn du es allerdings richtig anstellst, kannst du dein Erspartes gewinnbringend anlegen – mit passiven ETFs. ETF was? Das erklären wir dir jetzt. Aber zunächst noch mal zurück zum Sparkonto...

Sparen macht arm – wenn man aufs falsche Konto setzt

Seit einiger Zeit hört man immer wieder, dass die Kapitalmarktzinsen auf einem Rekordtiefstand sind und noch weiter fallen werden. Ein Ende dieser Entwicklung ist vorerst nicht in Sicht. Was für Immobilienkäufer und den deutschen Staat gut ist, ist für Sparer ein Horror: Einst vermeintlich sichere Anlagen wie zehnjährige Staatsanleihen Deutschlands oder das gute alte Sparkonto bringen nur noch mickrige oder sogar negative Zinsen – das ersparte Geld verschwindet langsam aber sicher im finanziellen Nirvana. Du denkst vielleicht, dass niedrige Zinsen besser als gar nichts sind? Von wegen! Denn die Inflation frisst das mickrige Plus schneller, als das Ersparte über die Zeit wachsen kann. Tatsächlich relevant ist nämlich reale Rendite, heißt: Wenn man von der nominalen Rendite (z.B. 0,01%) die Inflationsrate (im November 1,1%) abzieht, was bleibt dann übrig? Im schlimmsten Fall weniger als Nichts.

Beispiel gefällig? Wenn du heute 1.000 Euro auf ein Tagesgeldkonto bei einer der führenden Banken (Name ist der Redaktion bekannt ;-)) legst, erhältst du 0,01% (in Worten: Null-Komma-Null-Eins Prozent) Zinsen pro Jahr auf dein Erspartes – also ganze 10 Cent an Zinsen. Dieser Marktführer verleiht dein Geld laut seiner eigenen Website übrigens an andere Kunden weiter – und zwar für mindestens 3,49% Kreditzinsen pro Jahr. Anders gesagt: Du schenkst der Bank 34,70 Euro. Übrigens weiß diese Bank ganz genau, dass Sparkonten der Welt von gestern angehören – der Chefökonom dieses Finanzinstituts hat nämlich erst vor kurzem gesagt, dass sich die „junge Generation von dem Gedanken verabschieden wird müssen, dass sie einen risikofreien Vermögenszuwachs haben wird in der Zukunft.“ Insofern sollten Sparer (zu denen du schon jetzt oder in Zukunft gehörst) dringend darüber nachdenken, wie sie ihr Geld anlegen.

Die Alternative? Passive ETFs

Eine Möglichkeit sind zum Beispiel ETF-Sparpläne, die sich vor allem bei anfangs kleinem Vermögen lohnen. Ein sogenannter Exchange Traded Fund ist ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird. Meistens handelt es sich dabei um einen passiven Indexfonds, was bedeutet, dass der Fonds an feste Vorgaben wie zum Beispiel Aktienindizes DAX oder Dow Jones gekoppelt ist und entlang dieser Vorgaben performt. Man braucht von daher keinen Fondsmanager, der aktiv nach geeigneten Investitionsmöglichkeiten sucht und die Zusammensetzung des Fonds ändert. Die passive Vorgehensweise senkt somit deutlich die Kosten: Die Managementgebühr entfällt und die Ordergebühren für eine Portfolioumschichtung (auch Transaktion genannt) werden über eine kleine Verwaltungsgebühr abgedeckt, die je nach ETF zwischen 0,1% und 1,0% liegen kann. Zudem ist das Anlagerisiko von passiven ETFs geringer – vor allem, wenn man langfristig in einen ETF investiert (Stichwort Sparen ;-). So war die Entwicklung der Aktienindizes in den letzten 20 Jahren insgesamt positiv, auch wenn Börsencrashs oder Finanzkrisen kurzfristig für Trubel gesorgt haben. Heute ist der DAX rund 50 % höher als vor der Finanzkrise in 2008. Heißt: Eine auf Dauer angelegte Investition in einen ETF ist hinsichtlich der Rendite besser als die meisten aktiven Anlagestrategien. Auf den Punkt gebracht sind passive ETFs eine günstige Anlagemöglichkeit mit guter Rendite und einem überschaubaren Risiko. Oder mit Warren Buffett gesagt: „Ein kostengünstiger Indexfonds ist das sinnvollste Aktieninvestment für die große Mehrheit der Anleger.“

Sparkonto versus passiver ETF: ein Vergleich

Grau ist alle Theorie, deshalb haben wir ein Szenario entworfen, dass dir zeigt, warum du mit einer ETF-Anlage langfristig besser sparst als mit einem klassischen Tagesgeldkonto:

Ben ist 30 Jahre alt und legt monatlich 100 Euro auf ein Tagesgeldkonto. Auf das Ersparte gibt es 0,01% Zinsen pro Jahr. Nach 37 Jahren wird Ben 44.400 Euro zurückgelegt und 82 Euro Zinsen auf sein Geld bekommen haben.

Hanna ist ebenfalls 30 Jahre alt und investiert jeden Monat 100 Euro in einen passiven ETF, der ihr eine durchschnittliche Rendite von 3,5% pro Jahr nach Abzug der Kosten bietet. Nach 37 Jahren wird Hanna über 90.920 Euro verfügen – das sind 46.520 Euro Gewinn. Sie wird Ihr Erspartes also mehr als verdoppelt haben.

Wenn sich die beiden eine lebenslange monatliche Rente aus dem Ersparten auszahlen lassen, wird Hanna (falls Ben nicht doch noch seine Sparstrategie überdacht haben wird) 186 Euro mehr an Rente im Monat als Ben haben.

ETF mit nachhaltiger Wirkung

Fazit: Sparen im klassischen Sinne lohnt sich ganz und gar nicht. Wenn du wirklich eine vernünftige Rendite erzielen willst, solltest du dein Geld anlegen. Dafür musst du kein Finanzgenie sein: ein passiver ETF ist ganz einfach zu verwalten – und mit Vantik läuft dein Investition quasi von selbst. Über dein Smartphone legst du an, wann du willst und wie viel du willst. Oder anders gesagt: Die Höhe der Sparbeiträge und die Laufzeit bestimmst einzig und allein du. Plus: Dein Geld wird nachhaltig angelegt (z.B. in Unternehmen, die klimafreundlich produzieren) und dein Erspartes ist mit dem Sicherheitspuffer geschützt. In nur 11 Minuten kannst du mit deinem Investment in deine finanzielle Zukunft starten – einfach hier direkt weitermachen und los geht’s.

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Til Klein
#UnfuckAltersvorsorge ist das Motto von Ex-Banker und Vantik Gründer Til. Wenn er nicht gerade neue Pläne schmiedet oder mit Investoren spricht, spielt er mit seinem Hund Speedy in den Schweizer Bergen.

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