Tabuthema Finanzen - Mundtot, wenn es um Geld geht!

November 3, 2020

Schafft das Schweigen über Geld erst unseren toxischen Umgang mit unserer Zukunft?

Manchmal scheint es, als wären wir alle steinreich auf Instagram. Dort guckt sich unsere Generation jedenfalls selbst dabei zu, wie sie täglich den eigenen, gar nicht so kleinen Luxus genießt. Der exklusive Kopi-Luwak-Kaffee steht neben dem frisch polierten Macbook und ein Eames Chair schmückt perfekt ausgeleuchtet den Hintergrund. Diese Bilder sagen “Seht her! Seht her und staunt was ich mir alles leisten kann!” Für den ein oder anderen ist das Scrollen durch seinen Feed in etwa so als würde man einem Ertrinkenden eine Fotografie von Sauerstoff zeigen.

Der Wert von Geld ist relativ

Doch was bedeutet Geld eigentlich? 

Aus kultursoziologischer Sicht ist Geld ein relativer Begriff: Einem serbischen Sprichwort zufolge ist es ein "Seelenverderber", laut einem indischen dagegen ist derjenige ohne Geld schon zu Lebzeiten seelenlos. Der Philosoph und Soziologe Georg Simmel hat die Beziehung von Geld und Welt einmal so zusammengefasst: "Für den absoluten Bewegungscharakter der Welt nun gibt es sicher kein deutlicheres Symbol als das Geld." Und es besteht nur auf den ersten Blick aus Zahlen, Münzen, Scheinen, dem Plastik der Kreditkarten oder Einsen und Nullen.

Am Geld hängen Gefühle: Neid, Stolz, Angst und Selbstwert. Geld ist ein gewaltiges Koordinatensystem, in dem jeder seinen Punkt woanders setzt und die anderen unterschiedlich verortet: Von den einen lassen wir uns für unsere missliche wirtschaftliche Situation bemitleiden, die anderen wiederum beschimpfen wir als verwöhnte Gören und Schnösel.


Kurzer Reality Check

Mehr als zwanzig Prozent aller Deutschen zwischen 21 und 30 Jahren leben unterhalb der relativen Armutsschwelle und haben weniger als 987 Euro im Monat. Unser Armutsrisiko ist seit 2000 stetig gestiegen. Es ist das höchste in allen Altersgruppen. Das Risiko für die Alten, jetzt im Alter nicht mehr genug zum Leben zu haben, liegt dagegen bei unter 13 Prozent. Die Politik (oder doch Unternehmen wie Vantik) muss sich also mehr um Junge-Menschen-Armut sorgen.

Für über sechzig Prozent der Deutschen ist das Thematisieren des eigenen wirtschaftlichen Umstandes ein Tabu. Egal, ob Frau oder Mann, Arbeiter*in oder Akademiker*in. Im Büro machen vierzig Prozent vor den Kollegen*innen ein Geheimnis aus ihrem Verdienst. Zu Hause wissen nur 59 Prozent der Befragten, wie viel der Partner verdient. Anders in den USA, wo die Einkünfte Teil des Smalltalks sind. 

Vor einiger Zeit sorgte ein Tweet einer Oberstufenschülerin für große Aufmerksamkeit: "Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen", twitterte sie. "Aber ich kann ’ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen." Man spricht nicht gern über das, worüber man nur wenig weiß. Geld ist jedoch vor allem ein Thema für Banker, die vielleicht genau aus diesem Grund so sehr von unserem System profitieren.

Lasst uns miteinander mehr über Geld aber vor allem über Armut reden

Was also tun? Lasst es uns greifbarer machen!

Vielleicht ist das Sprechen über Geld im ersten Schritt noch viel zu viel verlangt. Vielleicht liegt es an Unternehmen wie Vantik über den Umstand des Nicht-Redens erst einmal “nur” zu schreiben. Daten und Fakten auf den Tisch zu legen. Nicht um Angst zu schüren, sondern vielmehr um Mut zu machen. Eine Investition in Wissen bringt ja bekanntlich immer noch die besten Zinsen. Warum nur Reise- und Einkauftipps austauschen, wenn wir uns gegenseitig auch mit Finanz- und Spartipps bereichern können. Wir bei Vantik empfinden den Austausch von kostbarem finanziellem Gedankengut wie eine Durchgangsstation von Armut in Richtung Wohlstand.

Oder noch simpler formuliert: Zu einer Welt ohne Altersarmut!

Dein Vantik Team









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Kadir Yilmaz
Kadir kümmert sich als Head of Marketing darum, dass Vantik für möglichst viele ein Begriff wird. Er möchte mit Vantik das Thema Altersvorsorge zur Alltagssache machen.

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