Wann du mit deiner privaten Altersvorsorge starten solltest

May 20, 2020

Wann du mit deiner privaten Altersvorsorge starten solltest

Früher war alles planbarer: Ausbildung, ein ganzes Arbeitsleben lang angestellt in einem Unternehmen, Rente. Heute haben wir mehr Freiheit, wechseln das Unternehmen oder den Job, machen uns selbstständig oder gehen zurück in eine Festanstellung. Wir müssen also flexibel sein – auch bei der Rente. Aber was heißt das jetzt für deine Altersvorsorge? Zunächst steht die Frage nach dem „Wann starten“ im Raum. Von dieser Antwort hängt nämlich ab, wie viel Geld du für deine ganz persönliche Altersvorsorge zurücklegen solltest. Und daraus wiederum ergibt sich, welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge für dich am besten passen. Aber zurück auf Anfang und sogar noch einen Schritt zurück:

Warum soll ich mich überhaupt um meine Altersvorsorge kümmern?

Macht das nicht der Staat? Diese Annahme steckt immer noch oft in den Köpfen von Arbeitnehmern, die auf die gesetzliche Rente bauen. Falsch ist das nicht, aber die klassische Rente wird nicht mehr ausreichen, denn sie wird immer weniger. Während 2011 das Rentenniveau (laut beamtendeutsch die Standardrente im Verhältnis zum Durchschnittsgehalt von Angestellten) noch bei mehr als 50 % des letzten Einkommens vor der Rente gelegen hat, wird das Niveau laut Schätzung des Bundesarbeitsministeriums 2029 schon bei weniger als 45 % liegen. Zudem wirst du laut Statistik wahrscheinlich ein paar Jahre länger als deine Eltern und Großeltern leben, was nichts anderes heißt, dass du länger Rente beziehst und damit mehr Geld für die Altersvorsorge brauchst (sofern du nicht vorhast bis 80+ zu arbeiten). Aktuell beziehen Frauen übrigens etwa 22 Jahre lang Rente und Männer etwa 17 Jahre lang. Da deine Lebenserwartung noch etwas höher ist, kannst du noch ein paar Jahre draufrechnen. Kurz gesagt: Das Rentenalter steigt, die ausgezahlten Beträge sinken. Damit kommen wir zu der eigentlichen Ausgangsfrage zurück:

Wann soll ich anfangen für meine zusätzlich Altersvorsorge zu sparen?

Am besten gleich, wenn du diesen Artikel gelesen hast. Das ist kein Scherz, denn es ist tatsächlich sinnvoll, so früh wie möglich und im Idealfall jetzt, sofort, heute anzufangen. Mit jedem Tag, den du später anfängst, werden die monatlichen Beträge, die du zurücklegen musst, größer. Halt mal! Monatliche Beträge? Ja, denn wenn du es schaffst, regelmäßig Geld zu sparen, fällt dir die langfristige Investition in deine Altersvorsorge leichter – die Macht der Gewohnheit ;). Späte hohe Einmaleinzahlungen sind oft schwierig zu realisieren, tun finanziell mehr weh und machen – wenn es um langfristige Rendite und Zinseszins geht – wenig Sinn. Das Prinzip „Sparen mit schöner Regelmäßigkeit“ punktet also auf ganzer Linie. Denn je früher du anfängst regelmäßig zu sparen oder zu investieren,

  • desto niedriger können deine Sparbeträge sein, um zu deinem Ziel kommen.
  • desto besser wird die langfristige Rendite auf dein Erspartes sein.
  • desto größer ist dein finanzieller Spielraum und deine Flexibilität.

Klingt logisch? Warum aber fangen viele dann erst so spät damit an, sich um ihre zusätzliche private Altersvorsorge zu kümmern? Jetzt für etwas zu planen, dass erst in 20, 30 oder sogar 40 Jahren passieren soll, fühlt sich komisch an. Langfristig in die Zukunft zu denken und zu planen fällt uns einfach schwer. Dennoch: Für die finanzielle Freiheit im Ruhestand privat vorzusorgen, ist wichtiger denn je. Deshalb ist es gut, schon früh loszulegen und mit kleinen Beträgen zu starten. Denn die lohnen sich, wenn du über Jahre am Ball bleibst und schön regelmäßig einzahlst. Regelmäßig meint übrigens keinen starren Sparplan mit fixen monatlichen Beträgen. Besser ist es, wenn du selbst bestimmen kannst, wann du wie viel zurücklegst – dann fällt es dir auch leichter, langfristig zu investieren.

Wie wirkt es sich aus, wenn ich noch 5, 10 oder 15 Jahre warte?

Die Antwort auf diese Frage wird vor allem von einem Faktor bestimmt: dein heutiges Alter. Wenn du 20 Jahre alt bist und gerade in deinen ersten Job gestartet bist, kannst du vielleicht noch fünf Jahre warten, bevor du dir einen Kopf um deine private Altersvorsorge machst. Bist du hingegen 40 Jahre alt und hast bislang noch nichts weiter für deinen Ruhestand getan, dann empfehlen wir dir dringend (also am besten jetzt, gleich, sofort) loszulegen. Denn wer länger spart, bekommt länger Zinsen und profitiert von den Zinsen auf die Zinsen. Das magische Zauberwort heißt Zinseszinseffekt. Den allerdings – das muss hier unbedingt noch erwähnt werden – gibt’s aktuell nicht auf dem Tagesgeldkonto und anderen klassischen Sparanlagen. Eine langfristige Rendite über 3 % wie in dem folgendem Beispiel vorgestellt, kannst du heute nur mit einer guten Anlagestrategie erzielen, die zum Glück nicht zwangsläufig enorm risikobehaftet sein muss.

Warum macht es Sinn so früh wie möglich zu starten?

Früher anfangen, mehr Zinseszins bekommen – das ist die einfach Antwort. Der Zinseszinseffekt sorgt nämlich dafür, dass sich dein Geld gewissermaßen ganz nebenbei vermehrt. Das Prinzip ist denkbar einfach und basiert auf reiner Mathematik: Du erhältst auf deine bereits erwirtschafteten Zinsen wieder Zinsen und das Jahr für Jahr für Jahr. Zu abstrakt? Dann lass uns die nackten Zahlen mal mit einer Geschichte hübsch machen:

Maja, Hanna und Lisa haben jeweils 5.000 Euro von ihrer Oma geerbt, die sie nun anlegen wollen. Maja ist 25, Hanna 35 und Lisa 45 Jahre alt. Alle drei wollen ihr Erbe für die Altersvorsorge zurücklegen und entscheiden sich für eine Wertanlage, die langfristig eine stabile Verzinsung von 3 % bietet und vom Zinseszins profitiert. Wenn Maja mit 65 Jahren in Rente geht, wird sie mit einem Anfangskapital von 5.000 Euro über einen Anlagezeitraum von 40 Jahren insgesamt 16.310 Euro zur Verfügung haben. Ihre Cousine Hanna hingegen kommt mit 30 Jahren Spardauer nur auf 12.136 Euro und Lisa, die nur noch 20 Jahre bis zum Renteneintritt hat, wird sogar nur 9.030 Euro erhalten.


Das Beispiel ist natürlich denkbar einfach gehalten, zeigt aber schön den Effekt den eine lange Spardauer auf deine Ersparnisse hat.

Ein allerletztes Argument, das noch für die „je früher du anfängst“-Theorie spricht, ist, dass du mehr Zeit hast, deine private Altersvorsorge selbst zu gestalten und zwar je nach Lebenssituation. Wenn du in jungen Jahren gerade mit deinem ersten Job angefangen hast, ist eine flexible und kostengünstige Altersvorsorge wie Vantik perfekt für dich. Immobilienkäufe hingegen sind in der Regel eher etwas später realisierbar, wenn du beruflich gefestigt und deine finanzielle Situation besser einschätzen kannst bist.


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Matthias Rodenbücher
Matthias kümmert sich als Head of Operations darum, dass bei Vantik alles reibungslos läuft. Er möchte mit Vantik das Thema Altersvorsorge endlich aus der “Schmuddelecke” holen und für Alle zugänglich machen.

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