Wie viel du für deine Altersvorsorge zurücklegen solltest

May 27, 2020

Es ist sinnvoll, möglichst früh mit deiner privaten Altersvorsorge zu starten. Das beantwortet allerdings noch die Frage, wie viel Geld du brauchst, um deinen Ruhestand in vollen Zügen (oder bei einer Fahrt im Orient-Express ;) genießen zu können und vor allem, um deinen gewohnten Lebensstandard zu halten. Die Antwort sieht zunächst ganz einfach aus: Deine monatliche Rente (also alles zusammen genommen – von der gesetzlichen Rente über die betriebliche Altersvorsorge bis hin zu Sparanlagen) sollte 80 % deines letzten monatlichen Einkommens (netto) vor dem Ruhestand betragen. Ab da wird es ein bisschen mathematisch, aber auch nicht so komplex, dass du ein Mathegenie sein musst. Wir erklären dir, wie das Ganze funktioniert.

Wie hoch ist die Rente, die ich später brauche?

Du könntest auch fragen: Wie hoch ist meine Wunschrente? Wünsche gehen nämlich dann in Erfüllung, wenn man ganz fest daran glaubt – und richtig investierst. Dafür ist es natürlich zuallererst notwendig zu wissen, über wie viel du monatlich verfügen solltest, wenn du im Ruhestand bist. Die Faustregel haben wir dir schon verraten: Um die Höhe deiner idealen monatlichen Rente (netto) zu bestimmen, sollte der Betrag 80 % deines letzten Einkommens (netto) vor Renteneintritt betragen. Die Rentenlücke – also der Betrag, den du dir bis zum Ruhestand irgendwie ersparen musst, damit du deinen gewohnten Lebensstandard halten kannst – ergibt sich logischerweise aus der Formel:

Wunschrente – Realrente = Rentenlücke

Die Realrente ist das, was dir zusteht, wenn du als Arbeitnehmer in die gesetzliche Rente einzahlst. Wie hoch dein Anspruch voraussichtlich sein wird, kannst du mit dem Rentenrechner der Deutschen Rentenversicherung schätzen. Wie das geht, steht in unserem Blogartikel zum Thema gesetzliche Rente.

Wie hoch wiederum deine Wunschrente sein sollte, lässt sich natürlich jetzt nicht genau sagen, denn die Höhe deines letzten Gehalts vor dem Ruhestand kennst du ja noch nicht. Du kannst diese aber grob aus deiner Rentenschätzung ableiten. Da das Rentenniveau sinkt, müssen alle, die nach 2030 in den Ruhestand gehen, mit einem Rentenniveau von weniger als 44,3 % rechnen (diese Zahl stammt aus einer gemeinsamen Finanzschätzung vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Deutschen Rentenversicherung, die Herbst 2015 durchgeführt wurde). Damit deine Rente 80 % deines letzten Nettogehalts beträgt, musst du für deine Wunschrente 35,7 % auf deine gesetzliche Rente draufrechnen. Diese 35,7 % sind demnach die Rentenlücke, die du füllen solltest, um deine finanzielle Freiheit im Alter zu sichern.

Also wie viel sollst du denn jetzt für die Altersvorsorge sparen?

Wie die Theorie in der Praxis aussieht, zeigt folgendes Beispiel: Louis liegt mit seinem Einkommen im deutschen Durchschnitt und hat ausgerechnet, dass er eine Rente von 1.487 Euro erwarten kann. Er geht davon aus, dass dieser Betrag einem Rentenniveau von 44,3 % entspricht, weshalb seine Wunschrente bei 2.018 Euro liegen müsste. Louis braucht also 531 Euro mehr im Monat, um seinen gewohnten Lebensstandard halten zu können.

Zum Glück hat sich Louis schon früh Gedanken um seine Altersvorsorge gemacht – er ist nämlich erst 25 Jahre alt und hat noch 42 Jahre Zeit, um in eine zusätzliche Altersvorsorge zu investieren. Sein Vorteil ist, dass er bereits mit kleineren Sparbeträgen eine große Wirkung erzielen kann (Stichwort Zinseszins und Rendite). Er muss nämlich nur 138 Euro im Monat zurücklegen, um auf ein zusätzliches lebenslanges monatliches Einkommen von 531 Euro zu kommen.

Wir haben für dich mal in einer Tabelle veranschaulicht, wie sich die monatlichen Sparbeträge mit zunehmendem Alter erhöhen, wenn man eine private Zusatzrente von 531 Euro im Monat anstrebt. Die von uns kalkulierten Werte basieren auf einem Verrentungsfaktor von 0,04 bei einer jährlichen Verzinsung von 3 % und einem Rentenbeginn mit 67 Jahren:

Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass die monatliche Sparrate für eine Zusatzrente von 531 Euro im Monat mit steigendem Alter stark zunimmt und Anette, die doppelt so alt wie Louis ist, mehr als drei mal so viel zurücklegen muss, um auf die gleiche Summe zu kommen. Deswegen ist es ja so wichtig, so früh wie möglich mit deiner privaten Altersvorsorge zu starten – und umso mehr, wenn du freiberuflich arbeitest, denn dann ist die Rentenlücke in der Regel noch um einiges größer.

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Matthias Rodenbücher
Matthias kümmert sich als Head of Operations darum, dass bei Vantik alles reibungslos läuft. Er möchte mit Vantik das Thema Altersvorsorge endlich aus der “Schmuddelecke” holen und für Alle zugänglich machen.

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